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Welchen Nutzen haben ZNS-Netze für Patienten und Kassen?

Für Patienten:
Der Zusammenschluss mehrerer ZNS-Ärzte einer Region zu einem ZNS-Netz soll der Sicherung und Verbesserung der regionalen Versorgung der Patienten dienen. Dies wird unter anderem dadurch erreicht, dass es gemeinsame Fortbildungen und Veranstaltungen zu verschiedenen Themenkreisen gibt.
So führen manche ZNS-Netze beispielsweise eine Psychoedukation für Patienten und Angehörige durch. Das sind Veranstaltungen, in denen über mehrere Abende über ein bestimmtes Krankheitsbild informiert wird. Hierbei werden Fragen diskutiert und konkrete Handlungsanweisungen im Umgang mit der Krankheit gegeben. Patienten und Angehörige erfahren, was sie zur Verbesserung der Lebensqualität des Betroffenen und dessen Heilung beitragen können.

Weiter kennen die im ZNS-Netz vertretenen Ärzte und ihre Assistentinnen Schwerpunkte und Spezialgebiete der einzelnen ZNS-Netz-Mitglieder. So können Behandlungen besser koordiniert werden. Die Patienten können wichtigen Untersuchungen in einer anderen Praxis des Netzes zugeführt werden, die in der vom Patienten aufgesuchten Praxis nicht angeboten werden. Teilweise sind auch Kliniken in die Netze eingebunden, so dass bei Bedarf bzw. bei akuter eigener Gefährdung eine rasche stationäre Behandlung erfolgen kann. Nach der Entlassung wird der Patient im Netz wieder optimal ambulant weiter betreut. Dies ist insbesondere der Fall, wenn ein ZNS-Netz  einen Vertrag über eine so genannte „Integrierte Versorgung“ mit einer Krankenkasse abgeschlossen hat.

Durch Verhandlungen mit den regionalen Krankenkassen kann ein ZNS-Netz auch so genannte Direktverträge mit den gesetzlichen Kassen abschließen. In solchen Verträgen wird für ausgewählte Krankheitsbilder ein über das normale Maß hinausgehender Behandlungsumfang vereinbart. Dadurch wird die ambulante Versorgung der Betroffenen optimiert und der bei der jeweiligen Kasse versicherte Patient erhält eventuelle Zusatzleistungen, die andere Kassen wiederum nicht bezahlen.

Für die Krankenkassen:
Die Krankenkassen vor Ort haben mit dem jeweilig regionalen ZNS-Netz einen kompetenten Partner, mit dem sie Direktverträge aushandeln können, die dann auch den regionalen Gegebenheiten optimal entsprechen. Die Praxen des ZNS-Netzes setzen dann diese Verträge um und verbessern die Versorgung der Patienten dieser Kasse damit erheblich. Ein Nebeneffekt kann dann auch für die Kasse sein, dass z.B. durch Vermeidung langer stationärer Aufenthalte Geld eingespart wird, was letztendlich den Versicherten wieder zu Gute kommt.